Feuerwehrleben - Feuerwehr Kröppelshagen-Fahrendorf

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Feuerwehrleben

Chronik



In 75 Jahren Feuerwehrgeschichte gibt es natürlich auch einige Anekdoten, Sagen und Geschichten, die auch in dieser Chronik erwähnt werden sollten.

So wurde z.B. das erste Amtsfeuerwehrfest der Nachkriegszeit auf dem Hof von Hanns-Hugo Kiehn abgehalten. Die Kröppelshagener Feuerwehr bestand zur damaligen Zeit nur noch aus drei Kameraden: Walter Franke, Emil Lübbers und Manfred Lemm. Beim Antreten passierte es. Der damalige Amtswehrführer Rathje begrüßte die angetretenen Kameraden mit einem lauten „Heil!“ nur um sich direkt danach kleinlaut mit den Worten „Mönsch dat dörp ik gor nich mehr seggen“ zu entschuldigen.  

Einen der im Nachhinein kuriosesten Einsätze fuhr die Kröppelshagener Wehr in den 50er Jahren, als sie zur Nachbarschaftshilfe nach Escheburg gerufen wurde. Hier brannte der Hof von Wohltorf. Bereits auf dem Hinweg passierte das erste Malheur. Karl Vogt nannte einen Traktor der Marke Porsche sein Eigen und zog auf dem Weg nach Escheburg den Feuerwehranhänger. Mitten zwischen Kröppelshagen und Escheburg löste sich der Sicherungsbolzen des Zugmaules und der komplette Anhänger landete im Graben. Dieses Missgeschick wurde erst nach einigen hundert Metern bemerkt. Man musste umdrehen und den Anhänger bergen. Nach dem dieses erfolgt war fuhr man weiter zum Einsatz und wurde zum Wasserfördern den Escheburger Berg hinuntergeschickt. Das Wasser musste von unten nach oben befördert werden. Manfred Lemm wurde mit unserer Meyer-Hagen Tragkraftspritze am Fuße abgestellt, die Leitungen wurden den Hügel hochgelegt und die Löscharbeiten durchgeführt. Nach Beendigung des Einsatzes wurde abgebaut und nach Kröppelshagen zurückgekehrt. Gute fünf Stunden später begegnete Ilse Lemm einem Kameraden und es wurde festgestellt, dass Manfred in Escheburg vergessen worden war. Manfred stand noch eisern am Fuße des Hügels, hatte nichts vom Abrücken mitbekommen und lieferte mit unserer Pumpe immer noch Wasser für die Nachlöscharbeiten der Escheburger Wehr!

Wiederum in den fünfziger Jahren wurde die Siedlung „Auf dem Schlinken“ errichtet. Da das Wetter zur Bauzeit sehr zu Wünschen übrig ließ, wurde die Handspritze, die von der Feuerwehr im Ernstfall nicht mehr benötigt wurde, zum Auspumpen der Baugruben verliehen. Es kam wie es kommen musste: irgendwann nachts verschwand die Handspritze von einer Baustelle und wurde nie wiedergefunden. Man vermutet bis heute, dass sie aufgrund der vielen verbauten Messingteile zerlegt und an einen Schrotthändler veräußert wurde.


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